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Wenn die Temperaturen steigen, gönnt man sich gerne mal ein Eis. 
In der chinesischen Ernährung wird es nicht empfohlen. Whaaat??? So ein Eis kann doch nicht schlimm sein, oder? Dooooch!

Spass bei Seite. Ein Eis ist per se nicht schlimm, wenn du es dir gleich nach einer warmen Malzeit gönnst und es nicht eine riesen Portion ist, dann ist der Effekt auf die Verdauung eher klein. Jeden Tag solltest du es aber auch so nicht essen, aber ab und zu ist total ok.

Warum wird es dann so verteufelt?
Die Thermik eines Eis ist eiskalt, logisch, oder? 
In der chinesischen Ernährung werden Nahrungsmittel nach ihrer Thermik eingeteilt. Die Thermik beschreibt, wie das Nahrungsmittel auf uns wirkt. Beim Eis ist es eben eis kalt und kühlt uns und die Verdauung sehr runter und somit unser Verdauungsfeuer. Zudem hat es viel Zucker drinnen, der befeuchtend wirkt. Doch wenn wie beim Eis, Kälte und Befeuchtend zusammen kommen, dann produziert es Feuchtigkeit im Körper. 

Jetzt denkst du vielleicht, ist ja super, wenn man in der Affenhitze ein bisschen Feuchtigkeit hat, kühlt ja auch runter. Falsch! Diese Feuchtigkeit von der ich spreche, sind in der westlichen Ansicht sogenannte Schlacken und somit nicht positives.

Hab ich dir deine Eislust nun vergrault?
Sorry, falls ja! Ich wollte dir damit nur sagen, ab und zu ein Eis ist kein Problem, sofern du nicht schon unter Feuchtigkeit, Schleim oder Kälte leidest. Iss es am Besten gleich nach einer warme Malzeit und der Effekt wird abgeschwächt und lässt deinen Blutzuckerspiegel nicht noch extra hochschnellen, da es nach der Hauptmahlzeit eh schon der Fall ist. Wenn du es aber lieber zwischendurch mal geniesst, dann trinke einen warmen Tee dazu.
Gewusst wie zum Genuss! 😉

Leidest du unter Zyklus-Schmerzen?
Dann ist beim Eisgenuss Vorsicht geboten. Wenn die Ursache für deine Schmerzen Stagnationen und Kälte sind, verstärkst mit grosser Wahrscheinlichkeit die Schmerzen. Geniesse statt dessen lieber eine leckere Pfirsich, Nektarine, Aprikosen oder Kirschen, die haben eine warme Thermik. 
Tipp: Als Topping von warmen Mahlzeiten eignen sich im Sommer auch immer frische Früchte. In Kombination mit warmen gekochten Malzeiten können wir das easy verdauen.

Ein Rezept für die heissen Tage gefällig?

Pfirsichkompott
1 kg Pfirsiche, in Stücke geschnitten
150 ml Wasser
Du kannst mit (1 Prise) Kardamom, Vanille, Zimt oder wenig Zitronensaft den Kompott verfeinern, wie du es gerne magst. Wenn deine Pfirsiche nicht so süss sind wie du sie gerne hättest, kannst du noch mit wenig Rohr-,Kokosblüten-, Zucker oder was du gerne nimmst zum Süssen.

Zusammen aufkochen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und dann in heiss ausgespülte Marmeladegläser abfüllen und verkehrt hinstellen und abkühlen lassen. Dann in den Kühlschrank geben.
Wenn du dir den leckeren Pfirsichkompott für den Winter einmachen willst, dann kannst du die Gläser bei 100 Grad im Backofen für 30 min im Wasserbad sterilisieren und lässt sie im geschlossenen Backofen abkühlen. Dann sind sie bis lange in den Winter haltbar.

Geniesse den Pfirsichkompott warm oder bei Raumtemperatur.

Durch die TCM-Brille gesehen:

Die Pfirsich
… befeuchtet deinen Darm
… tonisiert dein Blut & Yin und deine Milz
löst Blutstasen
und gilt in China als Frucht des langen Lebens.
Du kannst sie bei Obstipation, Durst, trockener Hals oder Mundtrockenheit verwenden, wie auch bei Menstruationsbeschwerden und Amenorrhöe.
Da getrau ich mich mal zu sagen, eine perfekte Frauenfrucht!

In dem Sinne: Geniesse den Sommer!

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